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Bochum, 01.04.2003
Nr. 97
  
Seehunde bleiben in Köln
Keine Meeressäugerforschung in Euskirchen
RUB-Wissenschaftler gegen vorübergehende Lösungen
  

Ein Forschungszentrum für marine Säuger lässt sich auf dem Gelände des Waldfreibades an der Steinbachtalsperre nicht realisieren. Dies haben gestern die Biologen der Universität Bochum bereits im Vorfeld der Ratssitzung der Stadt Euskirchen am heutigen 1. April erklärt.

Weltweit führend in Forschung
Die Arbeitsgruppe von PD Dr. Guido Dehnhardt vom Lehrstuhl Allgemeine Zoologie & Neurobiologie der RUB beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit den Mechanismen der Orientierung im aquatischen Lebensraum, die insbesondere bei Robben weitgehend unverstanden sind. Bei der Identifizierung neuer Orientierungsmechanismen der Robben waren die Biologen mit Hilfe eines Ansatzes sensorischer und kognitiver Ökologie bisher schon sehr erfolgreich und gelten bezüglich dieser wissenschaftlichen Thematik weltweit als führend (s. Presseinfos im Internet, URL unten). Die Forschung der Arbeitsgruppe wird durch Drittmittel gestützt, wobei vor allem die Förderung durch die Volkswagenstiftung es ermöglichen soll, diese Forschung in Deutschland langfristig zu etablieren.
Ausführliche Informationen stehen im Internet unter
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen-2002/msg00010.html http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressemitteilungen-2001/msg00190.html

Wissenschaft mit hohem öffentlichen Interesse
Derzeit arbeiten die Wissenschaftler in einer sehr guten Kooperation im Kölner Zoo, wo sie ihre sieben Seehunde halten. Die Art des wissenschaftlichen Umgangs mit Robben macht die Arbeit der Arbeitsgruppe auch für die Öffentlichkeit extrem populär und findet entsprechend starkes Interesse bei den Medien. Neben der Forschung und wissenschaftlichen Lehrtätigkeit ist es deshalb angedacht, auch ein spezielles Informations- und Lehrangebot für Besucher und für speziell an der Biologie mariner Säuger interessierte Personen zu konzipieren.

Verhandlungen nach einem Jahr gescheitert
Zu diesem Zweck sollte an der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen auf dem Gelände des Waldfreibades ein Zentrum für sensorische und kognitive Ökologie mariner Säuger gegründet werden. Seit ungefähr einem Jahr wurde das Vorhaben mit der Stadt Euskirchen diskutiert. In der Stadtratssitzung vom 13. Februar wurde das Vorhaben von PD Dr. Dehnhardt vorgestellt und in einer öffentlichen Abstimmung vom Stadtrat befürwortet. Die Verwaltung der Stadt Euskirchen wurde mit dem Entwurf eines Pachtvertrages zwischen der Stadt Euskirchen und einer noch zu gründenden Trägergesellschaft des Forschungszentrums beauftragt. In den Verhandlungen zu einem Pachtvertrag wurde jedoch immer deutlicher, dass die Investitionen der Forschergruppe seitens der Stadt Euskirchen nur als vorübergehende Lösung für ihre derzeitigen Haushaltsprobleme gesehen wurden. Aufgrund einer fehlenden langfristigen Perspektive haben die Biologen deshalb jetzt ihren Rückzug aus jeglichen weiteren Verhandlungen erklärt.

Zukunftsweisende Haltung vermisst
Die Forscher der Universität Bochum haben noch einmal betont, dass ein kommunaler Partner für die Ansiedlung einer international hoch angesehenen Forschungsinstitution über die Weitsicht verfügen sollte, den überregionalen Stellenwert, die Attraktivität und Einzigartigkeit einer solchen Institution zu erkennen. Insbesondere bei einem Teil des Rates der Stadt Euskirchen vermissen sie diese zukunftsweisende Haltung.

 
Weitere Informationen  
PD Dr. Guido Dehnhardt, Allgemeine Zoologie und Neurobiologie, Fakultät für Biologie der Ruhr-Universität, Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-27709, Mobil: 0178-7483046, Fax: 0234/32-14278
dehnhardt@neurobiologie.ruhr-uni-bochum.de
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
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Letzte Änderung: 01.04.2003 10:38 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik