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Bochum, 08.12.2003
Nr. 376
  
KUNSTSAMMLUNGENDERRUHRUNIVERSITÄTBOCHUM
Feierliche Einweihung: Künstlerischer Schriftzug
Die Leuchtschrift von Mischa Kuball weist den Weg
  

Sie irritiert den Betrachter auf den ersten Blick: Ohne Freizeichen zwischen den Wörtern steht «Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum» auf dem Forum am Gebäude der Universitätsbibliothek (UB), in dem auch die Kunstsammlungen der RUB untergebracht sind. Ab und zu leuchten hier und da einzelne oder mehrere Buchstaben auf, mal das gesamte Ensemble. Und dann rufen nicht selten Leute bei der Technischen Leitwarte der RUB an und sagen: «Die Leuchtschrift der Kunstsammlungen ist kaputt.» Ist sie nicht. Was da seit etwa zwei Monaten so unregelmäßig leuchtet, ist der Schriftzug des Künstlers Mischa Kuball, der nun offiziell eingeweiht wird.

TERMIN
Zur Einweihung am Donnerstag, 11. Dezember 2003, 18 Uhr, in den Kunstsammlungen der RUB, sind die Medien herzlich willkommen. In Anwesenheit des Künstlers Mischa Kuball sprechen Dr. Ingrid Stoppa-Sehlbach (Referentin im Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW), Gerhard Möller (Kanzler der RUB) und Prof. Dr. Monika Steinhauser (Kunstgeschichtliches Institut der RUB).

Das Problem
Das Problem ist seit Jahren – im wahrsten Sinne des Wortes – offensichtlich: «Die Kunstsammlungen sind auf dem Campus optisch einfach nicht präsent», sagt Kanzler Gerhard Möller. Dabei vereint die Ruhr-Universität hier die bedeutendste Sammlung antiker Kunst des gesamten Ruhrgebiets (insbesondere Vasen und Münzen) mit zahlreichen Werken moderner Kunst. Zwei Jahre lang wurde intensiv über das Forum nachgedacht – den großen, offenen Platz zwischen UB und Audimax. «Mit diesem Platz muss man sich eigentlich mal beschäftigen», befand auch der Künstler Mischa Kuball, der bereits seit längerem mit der RUB zusammenarbeitet und zum Beispiel von Juni bis September 2003 seine Ausstellung «Utopie/Black Square 2001ff» über die russische Avantgarde der 1910er- und 20er-Jahre in den Kunstsammlungen gezeigt hat.

Die Lösung
Optisch präsent sind die Kunstsammlungen nun durch Kuballs Schriftzug auf dem Forum: In filigraner, schnörkelloser Typografie steht zunächst jeder Buchstabe für sich. Die Buchstaben unterscheiden sich nicht, alle haben die gleiche Farbe, und auch die einzelnen Wörter werden nicht durch Leerzeichen hervorgehoben. «Das Medium betont den einzelnen Buchstaben als Zeichen», erläutert Dr. Kai-Uwe Hemken vom Kunstgeschichtlichen Institut der RUB. Mit dieser «Sachlichkeit» stehe das Kunstwerk in der Tradition der Avantgarde. Zugleich setze es Aspekte der Kunst am Bau in der Ruhr-Universität fort, denn auch in der Cafeteria der ehemaligen Großen Mensa, die gerade saniert wird, verzierten ähnliche Schriftzüge und -zeichen die Wände.

Der Effekt
Das Ergebnis ist ein weiteres Schmuckstück der Kunst am Bau: Nach einer vom Künstler vorgegebenen Unregelmäßigkeit leuchten einzelne Buchstaben, mehrere Buchstaben gleichzeitig und zwischendurch der gesamte Schriftzug computergesteuert auf – und zwar mit Einbruch der Dunkelheit bis zum frühen morgen. Tagsüber sieht der Betrachter die KUNSTSAMMLUNGENDERRUHRUNIVERSITÄTBOCHUM als ein Wort, in dem allenfalls einzelne Buchstaben die Sonne reflektieren und sich damit kurzzeitig hervorheben.

Der Künstler
Mischa Kuball wurde 1959 in Düsseldorf geboren, wo er heute lebt und arbeitet. Seit 1991 hat er regelmäßig Lehraufträge und projektbezogene Arbeiten an Universitäten und Kunsthochschulen, 1999/2000 war er für zwei Semester Gastprofessor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). 1990 erhielt Kuball den Förderpreis «ars viva» des Kulturkreis im BDI (Köln), 1991 ein Stipendium für zeitgenössische Fotografie der Alfried-Krupp-Stiftung (Essen), 1993 den Förderpreis Bildende Kunst des Landes NRW. 1998 gestaltete Mischa Kuball den deutschen Beitrag auf der 24. Biennale von Sao Paulo, Brasilien. Kuball hat weltweit mehr als 15 Ausstellungen konzipiert und zahlreiche Bücher darüber veröffentlicht.

Die Leuchtschrift von Mischa Kuball
Foto: KGI
Download (1177031 Byte)


 
Weitere Informationen  
Dr. Kai-Uwe Hemken, Kunstgeschichtliches Institut der RUB, GA 7/55, Tel. 0234/32-27271
kgi@rub.de
 
Angeklickt  
Über den Künstler Mischa Kuball:
http://www.kuball-art.de
Über Kunst am Bau der RUB:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/kuba/
Über die Kunstsammlungen der RUB:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/kusa/
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
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Letzte Änderung: 08.12.2003 12:10 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik