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Bochum, 22.11.2005
Nr. 369
  
Der binationale Weg zum Doktortitel
Erste Promotionen im RUB-Graduiertenkolleg für Biotechnologie
Gute Berufsaussichten für Absolventinnen
  

Die ersten Doktortitel konnten die RUB-Biologen im Europäischen Graduiertenkolleg für Biotechnologie vergeben. Der Promotions-Studiengang „Regulationsnetzwerke in zellulären Systemen: Grundlagen und biotechnologische Anwendungen“ war 2002 als erstes internationales Graduiertenkolleg der RUB (gemeinsam mit der Rijks-Universiteit Groningen) gestartet. Dr. Anke Beselin und Dr. Anja Hemschemeier haben den Studiengang nun erfolgreich abgeschlossen. Die Berufsaussichten der Absolventinnen sind gut: Sie mussten sich früh auf internationaler Ebene bewähren, profitieren von intensiven Kontakten zur Industrie und können sich daher mit der internationalen Spitze ihres Forschungsgebietes messen.

Deutsch-niederländische Zusammenarbeit
Neben ihrer experimentellen Doktorarbeit erwerben die Doktoranden des Graduiertenkollegs mindestens 12 Kreditpunkte (entspricht etwa 360 Arbeitsstunden) in Praktika, Vorlesungen, Seminaren und Symposien, gemeinsam geplant von den Arbeitsgruppen in Bochum und Groningen. Zusätzlich gibt es Spezialkurse, die Soft Skills wie die „dynamische Präsentation von wissenschaftlichen Ergebnissen“ vermitteln. Die deutschen und niederländischen Promotionsstudenten nehmen auch an Seminaren der Partneruniversität teil und besuchen gemeinsam Biotechnologieunternehmen in den Niederlanden und in Deutschland. Die englischsprachigen Promotionsprüfungen finden unter Beteiligung von Professoren beider Universitäten statt.

Hohes biotechnologisches Potenzial
In ihrer Promotion (Titel: „Optimization of lipase production in Burkholderia glumae“) beschäftigt sich Anke Beselin mit Verfahren zur Überproduktion des Enzyms Lipase in Bakterien. Dieses Enzym baut Fett ab und ist von erheblicher Bedeutung für biotechnologische Anwendungen. Anja Hemschemeiers Promotion mit dem Titel „The anaerobic life of the photosynthetic alga Chlamydomonas reinhardtii“ untersucht den Wasserstoff- und Gärungsstoffwechsel einer Grünalge. Unter dem Aspekt einer zukünftigen Nutzung von Wasserstoff als alternative Energiequelle hat dieses Thema großes biotechnologisches Potenzial.

Internationale Graduiertenkollegs
Internationale Graduiertenkollegs bieten die Möglichkeit einer gemeinsamen Doktorandenausbildung zweier Hochschulen. Die Partneruniversitäten entwickeln und betreuen gemeinsam die Forschungs- und Studienprogramme. Die Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen fördert die internationale Kooperation und steigert die Attraktivität deutscher Hochschulen für ausländische Promovierende. Aus dem intensiven wissenschaftlichen Austausch zwischen der Bochumer Fakultät für Biologie und den beteiligten Graduiertenschulen in Groningen (GBB und GUIDE) sind bereits gemeinsame Publikationen entstanden.

Die ersten Absolventinnen
Dr. Anke Beselin (links) und Dr. Anja Hemschemeier (rechts), mit Prof. Dr. Matthias Rögner (Sprecher), Prof. Dr. Karl-Erich Jaeger (Vizesprecher) und Prof. Dr. Wim Quax (Universität Groningen) (v.l.n.r.)
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Weitere Informationen  
Prof. Dr. Matthias Rögner, Ruhr-Universität Bochum, Fakultät Biologie, 44780 Bochum, Tel: 0234/ 32 23634, Fax: 0234/ 32 14322
matthias.roegner@rub.de
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
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Letzte Änderung: 22.11.2005 13:21 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik