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Bochum, 30.11.2005
Nr. 383
  
Warum es pfeift und rasselt
RUB-Forscher suchen Ursachen von Allergie und Asthma
Kinder mit allergischem Asthma für Studie gesucht
  

Atemnot, Pfeifen und Hustenanfälle plagen Asthmatiker anfallsartig. Die genauen Vorgänge bei der Entstehung von allergischem Asthma sind noch nicht vollständig geklärt. Forscher der Abteilung für Experimentelle Pneumologie an den BG Kliniken Bergmannsheil (Leiter: Prof. Dr. Albrecht Bufe) gehen nun dem Verdacht nach, dass der Botenstoff des Immunsystems Interferon-α maßgeblich daran beteiligt ist. Für die Studie suchen sie noch Teilnehmer: Eltern von Kindern, die in den letzten zwölf Monaten mindestens zwölf Mal asthmatische Beschwerden hatten und in den letzten 60 Tagen keine Cortisonbehandlung bekommen haben, können sich unter 0234/302-4562 für die Studie anmelden.

Empfindlichkeit von Blutzellen untersuchen
Bei Asthma bronchiale kommt es durch eine Verengung der Atemwege zu einer Behinderung der Luftzufuhr in die kleinen Lungenbläschen. „In unserer vorausgegangenen Studie haben sich Hinweise ergeben, dass die Erkrankung des allergisch bedingten Asthma bronchiale die Empfindlichkeit von Blutzellen gegenüber Cortison und die Freisetzung des Botenstoffs Interferon-α beeinflusst“, erläutert die Kinderärztin Dr. Karin Reinitz-Rademacher. Um diese Beobachtung zu überprüfen, wollen die Forscher noch einmal Kinder mit allergischem Asthma vergleichend mit gesunden Kindern untersuchen.

Untersuchung, Lungenfunktionstest, Blutabnahme
Für die Studienteilnahme wird jedes Kind einmalig untersucht. Gemeinsam mit den Eltern füllen die Wissenschaftler einen Fragebogen zu allergischen Erkrankungen im Kindesalter aus. In Untersuchungen wird Stickstoffmonoxid in der Ausatemluft gemessen. Eine Entzündung der Atemwege spiegelt sich in einer erhöhten Konzentration von NO wider. Außerdem führen die Ärzte einen Lungenfunktionstest durch und nehmen ca. 18 Milliliter Blut ab. Falls der letzte Allergie-Test länger als ein Jahr zurückliegt, wird noch ein Haut-Prick-Test gemacht. Aus dem Blut legen die Forscher Zellkulturen an, in denen sie untersuchen, wie sich die Lymphozytenproduktion und die Interferon-α-Ausschüttung unter Cortisongabe verhalten.

 
Weitere Informationen  
Dr. Karin Reinitz-Rademacher, Abteilung für Experimentelle Pneumologie der Ruhr-Universität, Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannsheil Bochum, Klinikum der Ruhr-Universität, BGFA – XU 17, Tel. 0234/302-4562
karin.reinitz-rademacher@rub.de
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
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Letzte Änderung: 30.11.2005 10:02 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik