Philologie, Psychologie, Pädagogik: Nicht nur für Mädchen
Ruhr-Universität Bochum zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite Uni Überblick Uni A-Z Uni Suche Uni Kontakt Uni  

pix
 
 
Presseinformation
 
 
pix
Presseinfo 64 » Presseinfos » Startseite Pressestelle
Bochum, 20.02.2006
Nr. 64
  
Philologie, Psychologie, Pädagogik: Nicht nur für Mädchen
JIPPPPP – RUB-Projekt für Jungen ausgezeichnet
RUB hilft Jungen Vorbehalte abbauen
  

Historiker, Psychologe, Erziehungswissenschaftler? – Für viele Jungen kommt das nicht in Frage: Statt so eines typischen Mädchenfachs studieren sie lieber Mechatronik, Chemie oder Maschinenbau. Damit vergeben sie sich Chancen, fand das Frauenbüro der RUB und hob das Projekt JIPPPPP aus der Taufe, „Jungs in Philosophie, Pädagogik, Publizistik, Philologie, Psychologie“. Für dieses Konzept wurde die RUB am 17. Februar 2006 (11 Uhr, Bank für Sozialwirtschaft, Centre Monbijou, Oranienburger Str.13-14, Berlin) mit einem der Preise im Wettbewerb „Fort-Schritte wagen!“ des Bundesfamilienministeriums ausgezeichnet. Die Prorektorin für Lehre der RUB, Prof. Dr. Notburga Ott, und Dr. Heike Hunneshagen (MINT-Schülerinnenprojekte der RUB), haben den Preis, der mit 1500 Euro dotiert ist, von Staatssekretär Gerd Hoofe vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend entgegengenommen. Insgesamt sind kapp 180 Wettbewerbsbeiträge eingereicht worden. Unter den davon ausgelobten 25 Preisträgern ist die RUB die einzige ausgezeichnete Universität.

Jungen in der Minderzahl
Die Zahlen sprechen für sich: In der Fakultät für Philosophie, Pädagogik und Publizistik machen die Männer immerhin noch 45,1 Prozent aller Studierenden aus, in der Philologie sind es nur 29, 8 Prozent, in der Psychologie 27,1 Prozent (Stand Wintersemester 04/05). Die Studienwahl verläuft bei Jungen ähnlich wie bei Mädchen geschlechtsstereotyp. Schon in der Schule wählen Jungen oft Fächer wie Mathe, Physik und Sport. Elternhaus und Clique verfestigen die Vorbehalte gegen „Mädchenfächer“ und verschließen Jungen Wege in Dienstleistungsberufe. „Um eine Begabung oder ein Interesse an diesen Fächern nicht frühzeitig zu verdrängen, ist ein neues Bild dieser Fächer notwendig“, so Dr. Hunneshagen. „Jungen müssen männliche Vorbilder erleben können, die z.B. Pädagogik oder Sprachen studieren. Sie müssen erfahren, welche Berufsmöglichkeiten mit diesen Studienfächern verbunden sind und sollten die Möglichkeit erhalten in diese Fächer hineinzuschnuppern.“ Das alles will JIPPPPP – PROJEKTE FÜR JUNGS den Jungen bieten. Die Ruhr-Universität bringt für JIPPPPP ihre langjährige Erfahrung aus Projekten ein wie dem Girls’ Day, der seit 2002 stattfindet, verschiedenen Schülerinnenprojektwochen und Mentoringprogrammen für Mädchen.

Boys’ Day und Sommeruni
Das JIPPPPP-Projekt umfasst neben der Beratung von Schülern zu Studien- und Karriereperspektiven in den geisteswissenschaftlichen Fächern auch die Konzeption, Durchführung und Evaluation von Veranstaltungsangeboten und Projekten für Schüler. 2006 soll das Angebot Boys’ Day starten, das bei guter Resonanz um eine Sommeruni für Jungen ergänzt werden soll. Bei allen Angeboten der Fakultäten sollen die Jungen von männlichen Studierenden der Geisteswissenschaften betreut werden, die ihnen für ihre Fragen zur Verfügung stehen und ihnen als Vorbilder dienen. Auch planen die Organisatorinnen, für Veranstaltungsangebote männliche Lehrende zu gewinnen.

Preisverleihung JIPPPPP
Dr. Heike Hunneshagen, Prof. Dr. Notburga Ott und Staatssekretär Gerd Hoofe (v.l.) bei der Preisverleihung.
Download (1956332 Byte)


 
Weitere Informationen  
Dr. Heike Hunneshagen, Koordinatorin JIPPPPP, FNO 02/16, 44780 Bochum, Tel.: 0234/32-27409
heike.hunneshagen@rub.de
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang
Letzte Änderung: 20.02.2006 10:41 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik