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Bochum, 11.09.2006
Nr. 298
  
Pionier der Plasmatechnologie
Bundesverdienstkreuz für Prof. Günter Ecker
RUB-Physiker für herausragende Verdienste geehrt
  

Er ist ein Pionier der Plasmaphysik und -technik in Deutschland, Gründungsmitglied und -senator der Ruhr-Universität Bochum: Prof. Dr. Dr. h. c. Günter Ecker erkannte bereits in den 1960er-Jahren die Möglichkeiten der Plasmatechnologie. Mit seiner Arbeit legte er den Grundstein für den heutigen Forschungsschwerpunkt „Plasma Science and Technology“ an der RUB, der in seiner Art in NRW und in Deutschland einzigartig ist. Für seine herausragenden Verdienste um die heutige Schlüssel- und Querschnittstechnologie erhielt er am vergangenen Freitag, 8.9.2006, das Bundesverdienstkreuz erster Klasse von NRW-Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart.

Initiator von Verbundprojekten
„Sie haben jahrzehntelang den Forschungssektor Plasmaphysik in der Bundesrepublik Deutschland als Wissenschaftler und Organisator mitgeprägt“, sagte Minister Pinkwart anlässlich der Verleihung in Düsseldorf. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1989 war Prof. Ecker unter anderem Initiator und Koordinator mehrerer Verbundprojekte im Bereich der Plasmatechnologie, gefördert vom Bundes- und vom NRW-Wissenschaftsministerium. Er koordinierte den DFG-Sonderforschungsbereich 162 („Plasmaphysik Bochum/Jülich) und initiierte den SFB 191 („Physikalische Grundlagen der Niedertemperaturplasmen“), eine Kooperation der Universitäten Bochum (Sprecherhochschule), Düsseldorf, Essen, Wuppertal und des Forschungszentrums Jülich.

Zahlreiche Ämter
Darüber hinaus war Ecker 16 Jahre lang Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Plasmaphysik, einem Zusammenschluss von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in NRW auf dem Gebiet der Plasmaforschung (APP, 1986-2002, danach Ehrenvorsitzender). Er war Gründungsmitglied und von 1991 bis 1997 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Plasmatechnologie (DGPT, danach ebenfalls Ehrenvorsitzender). Maßgeblich trug er zur Gründung der „Bundesdeutschen Fachtagung Plasmatechnologie“ im Jahre 1985 bei. Die Tagung ist heute das Forum in Deutschland für den Austausch zwischen Forschung und Industrie.

Engagement für den Standort Deutschland
Nach seiner Emeritierung verstärkte Prof. Ecker sein Engagement und seinen Einsatz für den Wissenschaftsstandort Deutschland und besonders für die Plasmatechnik, eine der Schlüssel- und Querschnittstechnologien dieses Jahrhunderts. Er hat nationale und internationale Initiativen zur Förderung der Plasmaphysik und -technik angestoßen und arbeitet bis heute noch an einigen von ihnen mit – unter anderem auf seine Empfehlung als Vorsitzender der DGPT und der APP wurde 1992 das Institut für Niedertemperatur-Plasmaphysik in Greifswald gegründet. Für seine Verdienste um die Plasmaforschung nach der Wiedervereinigung, insbesondere um den Standort Greifswald, wurde ihm 1994 die Ehrendoktorwürde der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verliehen.

Vita Prof. Ecker
Günter Ecker wurde am 12. Juni 1924 in Siegburg geboren. Nach dem Abitur studierte er in Göttingen, München und Bonn Physik. Nach wissenschaftlichen Stationen in Belfast, Oklahoma, Berkeley und Bonn nahm er im Jahr 1963 als Professor und Gründungssenator den Ruf an die Ruhr-Universität Bochum an. Als Direktor des Instituts für Theoretische Physik war Ecker u. a. von 1966 bis 1968 und von 1983 bis 1984 Dekan der Fakultät für Physik und Astronomie der RUB. Der 82jährige lebt heute in Hattingen.

Hohe Auszeichnung
Prof. Ecker (links) und NRW-Innovationsminister Pinkwart
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Pionier der Plasmaforschung
Günter Ecker (Mitte) mit Prof. Jörg Winter, Prorektor für Forschung der RUB (links) und Minister Andreas Pinkwart
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Weitere Informationen  
Dr. Marc Böke, CoE - Plasma Science and Technology, Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-27595
Marc.Boeke@rub.de
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
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Letzte Änderung: 11.09.2006 14:27 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik