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Pressemitteilung
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Bochum, 19.10.2007
Nr. 308  
  
Ruhr-Uni ist (noch) nicht Spitzenuniversität
Nominierung in der Exzellenz-Initiative war ein großer Erfolg
RUB setzt Zukunftspläne aus eigener Kraft um
  

Wer sich am Wettbewerb beteiligt, der möchte auch gern gewinnen. „Natürlich haben wir gehofft und sind sehr traurig, dass wir den ganz großen Erfolg nicht errungen haben“, bedauerte Prof. Dr. Elmar Weiler, Rektor der Ruhr-Universität, die heutige Entscheidung des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft über die Förderung der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. „Aber die Nominierung als Spitzenuniversität allein war schon ein großer Erfolg, der uns viel nationale und internationale Anerkennung eingebracht hat. Wir können mit Fug und Recht sagen, dass wir zu den besten Universitäten Deutschlands gehören.“ Der Antrag der RUB in der Förderlinie „Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung“ der Exzellenzinitiative und auch der Exzellenz-Cluster „Protein Networks“ kamen nicht zum Zuge. Die Ruhr-Universität wird ihr Zukunftskonzept des „Research Campus“ trotzdem weiter verfolgen. „Es wird länger dauern als mit den Mitteln der Exzellenzinitiative, aber wir werden unseren Weg weitergehen“, so Weiler. Die Ruhr-Universität gratuliert allen im Wettbewerb erfolgreichen Hochschulen. Besonders freut sich die RUB über den Erfolg der NRW-Mitbewerberin RWTH Aachen.

Forschung frei von starren Strukturen: Research Departments
Die Ruhr-Universität will noch stärker als bisher Spitzenforschung leisten und verwandelt sich nach und nach in den „Research Campus RUB“. Die Forschung wird von starren Strukturen der Fakultäten befreit und in flexiblen, interdisziplinären Departments organisiert. Darin arbeiten Forscher, die aus unterschiedlichen Fakultäten stammen können, in einem Themenfeld. Auf Dauer geplant sind Departments in den Bereichen, die die bestehenden Forschungsschwerpunkte der Ruhr-Universität bearbeiten: Protein Networks, Centre of Synergic Neurosciences, Interfacial Systems Chemistry, Integrity of Small Scale Systems, Advanced Computational Engineering, Plasmas with Complex Interactions und Centre for Religious Studies. Beispielhaft für die Forschungsdepartments ist der Bereich „Protein Networks“, der als Exzellenz-Cluster bis zuletzt im Rennen der Exzellenz-Initiative war. Aufbauend auf dem interdisziplinären Bochumer Proteincenter, ergründen Forscher aus Bochum und Dortmund gemeinsam die Frage, wie Proteine in lebenden Zellen in Netzwerken interagieren. Es geht darum, die Dynamik des Zellgeschehens praktisch in Echtzeit und wo immer möglich mit atomarer Genauigkeit aufzulösen. Defekte in diesem Zusammenwirken der Makromoleküle in der Zelle sind verantwortlich für Erkrankungen wie z.B. Krebs.

Institute for Advanced Study, Junior-Senior Research Groups
„Mit dieser neuen Struktur wollen wir unser Zukunftskonzept konsequent weiterverfolgen“, so Prof. Weiler, „natürlich im Rahmen des dann finanziell machbaren.“ Dies gilt auch für weitere Schlüsselbausteine des „Research Campus“-Konzepts, wie das Institute für Advanced Study zur Förderung herausragender interdisziplinärer Projekte einzelner Forscher und für die Junior-Senior-Research-Groups für den generationsübergreifenden Wissenstransfer. Hier sollen sich Juniorprofessoren und Doktoranden zusammenfinden, die gleichberechtigt als Team zusammenarbeiten. Der Clou ist, dass ihnen bei ihrer Forschungsarbeit ein erfahrener Emeritus, den sie selbst vorschlagen können, als Ratgeber und Partner zur Seite steht. „Der Vorteil ist evident: Die Erfahrensten, unbelastet von täglicher Routine, arbeiten mit den Jüngsten auf einem Niveau partnerschaftlich zusammen, geben Erfahrung – auch Lebenserfahrung – weiter, können raten und motivieren“, so Prof. Weiler.

Research School schon in der ersten Runde erfolgreich
Die in der ersten Runde der Exzellenzinitiative erfolgreiche campusweite Research School arbeitet bereits. Das von 19 Fakultäten getragene Konzept wird mit etwa 1,5 Mio. Euro pro Jahr gefördert. Mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in der Bochumer Graduiertenschule über alle Fächergrenzen hinweg zusammen – von den Natur- und Ingenieurwissenschaften über die Lebenswissenschaften bis hin zu den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Besonders drittmittelstarke Projekte der RUB beteiligen sich an der Research School, unter anderem neun Sonderforschungsbereiche (SFB) und drei Graduiertenkollegs.

 
Weitere Informationen  
Pressestelle der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-22830
pressestelle@presse.rub.de
 
Angeklickt  
Fotos und Stimmen zur Entscheidung:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/pressestelle/pressemappe/
Presseinformation der DFG:
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2007/presse_2007_65.html
 
Pressestelle RUB - Universitätsstr. 150 - 44780 Bochum
Telefon: 0234/32-22830 - Fax: 0234/32-14136
E-Mail: pressestelle@presse.ruhr-uni-bochum.de - Leiter: Dr. Josef König
 
 
 
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Letzte Änderung: 19.10.2007 16:49 | Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik